Donnerstag, 09. September 2010
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Ribas - Consell

Ribas - Mallorca Die Bodega Ribas ist das älteste Weingut Mallorcas und, nach Chivite und Codorníu, das drittälteste Spaniens. Es wurde im Jahre 1711 von Pedro Ribas de Cabrera gegründet und beherrscht seitdem das Bild der kleinen Weinbaugemeinde Consell im Herzen Mallorcas. Die Passion für den Weinanbau vererbte sich von Generation zu Generation und so sind es heute seine direkten Nachfahren, die die über 300jährige Geschichte weitererzählen, indem sie Weine von Weltklasse herstellen.

Ribas de Cabrera begann im Jahre 1711 mit dem Bau der Bodega. Seine Familie widmete sich damals dem Anbau der auf Mallorca traditionellen Kulturpflanzen: Rebe und Olive. Während der Olivenanbau im Laufe der Jahrhunderte an Bedeutung verlor, wurde die Herstellung von Wein zum Leitmotiv der nachfolgenden Generationen: Von Jahr zu Jahr erlangte man größere Bekanntheit. Das hohe Ansehen wurde im Jahre 1877 erstmals untermauert, als man auf der nationalen Weinausstellung mit der „medailla de perfección“ ausgezeichnet wurde.
Heutzutage sind es Javier und Araceli Ribas, Önologen und – zusammen mit ihrer Mutter Maria Antonia Oliver – Besitzer der Bodega, welche die Tradition des Familienweinguts voller Eifer weiterführen. Sie genossen ihre Ausbildung in Weingütern von internationalem Hochformat: Clos Mogador, Clos Martinet und Clos Erasmus auf der iberischen Halbinsel, Achaval Ferrer in Argentinien, Harlan Estate in Napa Valley, Kalifornien sowie in einigen namhaften Weingütern in Frankreich.
Das Ziel der Geschwister Ribas ist es, Weine von allerhöchster Qualität herzustellen und dabei, unter Einsatz moderner Technologien und stetiger Anpassung an den Wandel der Zeit, den Respekt vor der Tradition nie aus den Augen zu verlieren.

Weine von Ribas - Mallorca

Ribas - Blanc

Blanc


VT Illes Balears - Mallorca
Prensal, Chardonnay

Als man sich auf die Suche nach den typischen Charaktereigenschaften der mallorquinischen Rebsorte Prensal Blanc machte, bedurfte es zunächst einer grundlegenden Änderung:
Da diese Rebsorte normalerweise nur sehr wenig Säure besitzt, wurde die Lese bis in jüngste Zeit häufig verfrüht begonnen, um diesen Mangel durch das Ernten von etwas unreiferen, säurereichen Trauben auszugleichen. Dieses ist jedoch eine Methode, die es verhindert, das große Aromapotenzial aus dieser einzigartigen Rebsorte herauszuholen. Denn nur vollreifes Lesegut entwickelt im späteren Wein seinen typischen Merkmale.
Daher wird die Lese nun stets bis zur optimalen Traubenreife hinausgezögert, um die gesamte Fülle an Aromen aus der Traube zu gewinnen. Der dabei entstehende Säuremangel wird durch die Zugabe von 15 % Chardonnay ausgeglichen. Dieser besitzt mehr Säure, eine kräftigere Struktur und verleiht dem Wein „Rückgrat“.
Dank der mehrmonatigen Gärung bei niedrigen Temperaturen (~14 º C) wird die Entwicklung von flüchtigen Aromen verhindert und die Feinheit des Sortenbuketts erhalten. Ein kleiner Teil des Weins wird einer malolaktischen Gärung unterzogen – sie bringt ein komplexes, harmonisches Bukett hervor. So begegnet man schließlich einen vielseitigen Wein, mit einem ausgezeichneten Gleichgewicht zwischen Alkohol, Säure und Körper. Das Bukett besteht aus verschiedensten Aromen, von frischen Früchten über weiße Blüten bis Honig und Pfirsich. Die kaum wahrnehmbaren Noten der malolaktischen Gärung, die an Milch oder Joghurt erinnern, nehmen dem Wein keineswegs seine Frische, vielmehr verleihen sie ihm einen weichen und runden Geschmack.

Ribas - Negre

Negre


VT Illes Balears - Mallorca
Manto Negro, Merlot, Cabernet Sauvignon

Die Herstellung dieses Weins ist von Beginn an darauf ausgerichtet, die primären Merkmale der Traubensorte Manto Negro hervorzuheben. Da es sich hier um junge Rebstöcke handelt, wird bei dem Versuch, einen Wein mit Struktur zu gewinnen, häufig ein Fehler begangen: Die vegetabilen Aromen wie Geranie oder die zumeist mit den Sorten Merlot und Cabernet Sauvignon assoziierten Pfeffernoten werden übermäßig extrahiert. Auch der Einsatz neuen Holzes würde mit Leichtigkeit die gesuchten Primäraromen überdecken – damit hätte man einen „technischen Allerweltswein“ im Stile vieler australischen oder chilenischen Weine, wie sie in den letzten Jahren immer mehr in Mode gekommen sind.
Nach der Festlegung des Ziels – einen echten „Mallorquiner“ herzustellen – und nach einer sorgfältigen Auslese auf dem Tisch (um die an der jungen Rebe unterschiedlich ausgereiften Trauben zu verlesen) folgt die Gärung bei gemäßigter Temperatur (~27 º C) sowie eine nicht allzu lange Mazerationszeit, um die anfangs erwähnte Überextraktion zu vermeiden. Ein Teil des Weins wird anschließend zum Ausbau in 3- bis 4-jährige Barrique-Fässer gelegt. Eine zu lange Lagerung würde dort ein Übermaß an tertiären Aromen freisetzen oder den Wein in unzuträglicher Weise verhärten, daher verweilt er nur verhältnismäßig kurz in den gebrauchten, nicht mehr ganz so aromenintensiven Fässern.
Die Kombination dieses im Barrique abgerundeten Weins mit der übrigen, in Edelstahltanks ausgebauten Partie intensiviert das Potenzial der Primäraromen. Damit entsteht ein Wein, in dem die spezifischen Sortenaromen wie die von roten frischen Früchten wie Brombeeren oder Erdbeeren, die Mineralität und auch feine Gewürznoten deutlich feststellbar sind. Das ausgeglichene Bukett mit dem frischen Fruchtaroma erscheint erneut mit einer angenehmen Nachhaltigkeit am Gaumen.