Castell Miquel - Weinprobe mit Weltmeister Del Monego
Die Vorgaben des Weltmeisters sind kurz und bündig: Erstens: "Das Einzige, was heute zählt, ist der eigene Geschmack", und zweitens: "Es gibt keinen Wein, der allen schmeckt." Der Sommelier Markus Del Monego, weltweit der einzige Weinexperte, der die beiden höchsten Auszeichnungen der Fachwelt, den Wiener Titel "Concour Mondiai" 0. 998) und den Londoner "Master of Wine" (2003) auf sich vereinigen kann, ist am vergangenen Wochenende' einmal mehr Ehrengast auf dem Weingut Castell Miquel in Alaro gewesen. Anlass war eine verdeckte Weinprobe, zu die der Weingutbesitzer, der deutsche Pharmaunternehmer Professor Michael Popp, geladen hatte. "Wo stehen meine Weine", wollte Popp wissen - und fuhr härteste Konkurrenz auf, wie sich erst nach der Blindverkostung herausstellte.
Zu zwei Hausmarken kamen jeweils sechs Cabernet-Sauvignon- und Syrah-Edeltropfen aus aller Welt. Getrennt nach den beiden Rebsorten wurden jeweils acht Gläser eingeschenkt. Unter den Cabemets verbarg sich auch ein 85er Chäteau Mouton Rothschild (Endkundenpreis 350 Euro), bei den Syrahs hatte sich ein australischer Penfolds Grange eingeschmuggelt (450 Euro).
Leicht gestaltete sich das Probieren und Abwägen wahrlich nicht. Die Cabernets wiesen deutlich Unterschiede in Stil und Aromen auf, 'wobei kein einziger Wein wirklich negativ aus dem Rahmen fiel. Bei den Syrahs waren die Sinneseindrücke recht ähnlich, die Auswahl noch schwerer. Die Weine von Castell Miquel schnitten zu Michael Popps Freude beachtlich gut ab. Markus Dei Monego zog das Fazit:
"Die Cabemets sind in der Beliebtheitsskala weit vorne, die Syrahs in die Serie gut integriert."